Das blaue Wunder in Hannover

Auch wenn die Scilla-Blüten des alljährlichen „Blauen Wunder“ in der Herrenhäuser Allee und auf dem alten Friedhof des Lindener Berg langsam ihre Kraft verlieren, so ist doch die schon seit vielen Jahrzehnten immer wieder mal propagierte „Großstadt im Grünen“ immer noch eine mehr als zutreffende Bezeichnung: Hannover lebt das Motto – mal bewusst, mal unbewusst. Wenn denn nicht gerade kulturelle Highlights den Alltag bereichern.

 

Die Herrenhäuser Gärten

Am Besten lässt sich der Frühling immer noch in den Herrenhäuser Gärten beginnen: Die Frühlings-Bepflanzung ist gerade in ganzer Pracht zu erleben und die schon antiken Fontänen (die „Wasserspiele“ im Großen Garten) springen wieder in den mehr 300 Jahre alten Gärten. Rund 150.000 im letzten Herbst gepflanzte Tulpen, Narzissen und Hyazinthen sind in den Schmuckbeeten am Start und öffnen nach und nach ihre farbenfrohen Blüten. Und im Hof des Schlosses kann man dann schon mal einen ersten Blick auf die von der großartigen Niki de Saint Phalle gestalteten und frisch aufgearbeitete Grotte werfen.

Hannover ist mit Bristol verbunden

Hannover ist ja unter anderem neben der ältesten Städte-Partnerschaft Deutschlands mit dem britischen Bristol (seit 1947!), auch seit 1983 mit Hiroshima verbunden. Das hat in Hannover großes Interesse an der japanischen Kultur geweckt und die Friedensbewegung zu neuen Aktivitäten motiviert. 1987 wurde der Hiroshima Gedenkhain mit 50 japanischen Kirschbäumen offiziell eingeweiht. Und bis 1989 wurden insgesamt 110 Bäume zum Gedenken an die 110.000 Menschen, die dort am 6. August 1945 ums Leben kamen, gepflanzt – jeder der Kirschbäume steht für 1.000 Menschen, die unmittelbar bei der Explosion ums Leben kamen. Gemeinsam mit Initiativen und Vereinen lädt die Stadt Hannover erneut und zum mittlerweile 19. Kirschblütenfest am 28. April in den Hiroshima-Hain, wenn man unter blühenden Kirschbäumen picknicken und dabei japanische Kultur zu erleben kann.

Historische Highlights im Frühjahr

Wer das Frühjahr gerne mit einem historischen Highlight beginnen möchte, der ist im hannoverschen Landesmuseum am Besten aufgehoben. Am 5. April hat dort die Ausstellung „Saxones“ begonnen (bis 18. August zu sehen). Archäologen und Historiker haben dazu die Geschichte der ersten zehn Jahrhunderte nach Christus im heutigen Niedersachsen, aber auch in Westfalen grundlegend revidiert. Die bekannte Erzählung von der Eroberung dieser Gebiete durch den germanischen Stamm wurde dabei kritisch hinterfragt. Der Mythos entpuppte sich dabei nicht nur als romantisch verklärt, sondern auch als politisch gewollt.

In römischer Zeit war der Name „Saxones“ gar eine Bezeichnung für Piraten und Seeräuber und erst ab dem 7. Jahrhundert werden im Reich der Franken auch die damaligen Bewohner von Niedersachsen und Westfalen „Saxones“, also „Sachsen“ genannt.

Bild: Tomas Busse

 

 

 

 

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