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In der weltweiten Rangliste der Start-ups liegt Berlin derzeit auf dem vierten Platz - weit vor London übrigens, das lange Zeit als bevorzugter Standort junger Entrepreneure galt. Auf den ersten Plätzen rangieren Singapur, Helsinki und San Francisco. Nach Berlin folgen Stockholm und Tel Aviv. Auch Hamburg eroberte sich einen Platz unter den Top 10 für Start-ups.

Start-up Ökosystem in Berlin

Berlin punktet mit seinem Start-up Ökosystem, einem ausgezeichneten Netzwerk von Gründern und Investoren mit struktureller Unterstützung durch den Senat. Nur in San Francisco sind Start-ups noch besser vernetzt. Bei den Lebenshaltungskosten kann die deutsche Hauptstadt immer noch mit vergleichsweise erträglichen Mieten und sonstigen Lebenshaltungskosten überzeugen, obgleich es sich überraschenderweise in Hamburg noch etwas günstiger lebt. In diese Berechnung fließen mit 60 Prozent die Mieten, ansonsten Kosten für Essen, den öffentlichen Nahverkehr und weitere unumgängliche Ausgaben ein. Zwar sind die Berliner Gehälter nicht so hoch, doch Gründer und ihre jungen Mitarbeiter lieben die Stadt dennoch. Die Einkommen spielen in der Start-up-Szene eine maßgebliche Rolle. London liegt bei den Gründungen derzeit nur noch auf dem 43. Platz in der Welt, weil die Lebenshaltung hier - nach New York - den weltweit zweithöchsten Kostenrang erreicht. Das schreckt junge, risikofreudige Unternehmer ab, die immerhin noch nicht wissen, ob ihr Start-up gelingt. Auch IT-Spezialisten verdienen in London zu wenig, um die teure Lebensführung kompensieren zu können. Dass die Lebensqualität in Berlin gerade junge Menschen - also diejenigen, die meistens ein Start-up ins Leben rufen - begeistert, zeigt sich am Ranking für die sogenannte Generation Y bis 30 Jahre: Diese genießen das Berliner Nachtleben ebenso wie die hohe Zahl an Apple-Stores, was in diesem Spezial-Ranking Berlin sogar auf den weltweit zweiten Rang katapultierte.

Start-up Messe in Berlin: das Start-up Camp

Schon seit 2005 wird in Berlin alljährlich im April das Start-up Camp ausgerichtet. Veranstalter ist der deutsche Star-tup-Bundesverband, der auf dieser Messe jungen Menschen, die sich in ihrer Gründungsphase befinden, den Kontakt zu erfahrenen Unternehmern und Investoren verschaffen will. Auch Manager der etablierten Wirtschaft halten hier Ausschau nach innovativen Jungunternehmern, die wiederum auf dem Berliner Start-up Camp nach Möglichkeit ihre ersten 15 Business-Visitenkarten einsammeln sollen, um auf diese Weise für ihr Start-up zu networken. Junge Talente gibt es am Hochschulstandort Berlin im Überfluss, inzwischen stimmen durch das Berliner Start-up Ökosystem, zu dem das Start-up Camp gehört, auch die Rahmenbedingungen für Gründer. Die sehr aktive Start-up-Szene zieht nämlich auch viele internationale Investoren an. Dass Berlin das deutsche Start-up-Zentrum und auch im Weltmaßstab so bedeutend ist, zeigt sich nicht allein an der schieren Zahl von Gründungen, sondern vor allem an der Investitionssumme, die in Start-ups fließt. Hierbei hat Berlin alle anderen deutschen Städte weit abgehängt.

Das Berliner Start-up-Potenzial im Jahr 2017

Die Hauptstadt bleibt bei den Start-ups auf Wachstumskurs. Vor allem auf den Feldern Medien, FinTech, Biotech und digitale Wirtschaft hält Berlin internationale Spitzenpositionen. Nach Einschätzung von Experten könnte die Weltstadt an der Spree zukünftig einige Konzernzentralen von Unternehmen der digitalen Wirtschaft beherbergen. Ein Vorreiter ist beispielsweise der Online-Verkaufsgigant Zalando, eine Firma mit einem geschätzten Wert von rund zehn Milliarden Euro und vielen Tausend Mitarbeitern. Von den derzeit beobachteten Start-ups gelten einige als ähnlich ambitioniert, auch wenn die Zalando-Größe nicht über Nacht zu erreichen ist. Solche Unternehmen sind mit dem Aufstieg von Siemens, Borsig & Co. im 19./20. Jahrhundert vergleichbar. Die von den innovativen Unternehmen aufgegriffenen Themen gerade bei Health Care und FinTech sind Europa- und Weltspitze. Das liegt auch an der sehr lebendigen Szene aus jungen Wissenschaftlern, Unternehmern und Kapitalgebern. Der weltweite Austausch ist ebenfalls sehr lebhaft, Gründungen in Berlin, New York, Paris und London stehen untereinander ständig in Kontakt. Englisch - und zwar fachlich qualifiziertes Englisch - ist zur selbstverständlichen Weltsprache geworden. Aber auch die traditionelle deutsche Industrie ist begeistert vom Berliner Erfindergeist, süddeutsche Industrieunternehmen und Automobilhersteller vergeben schon länger Aufträge an Berliner Start-ups. In München und Stuttgart sitzen zudem erfahrene Investoren mit sehr tiefen Taschen. Natürlich gibt es auch in anderen deutschen Städten wagemutige Gründer, doch die internationale Aufmerksamkeit richtet sich derzeit auf Berlin. Investoren, die weltweit nach Chancen suchen und dabei auf Deutschland stoßen, steuern zuerst unsere Hauptstadt an. Daher fließt hierher so viel Gründergeld.

Welche Gründer sind auf dem Berliner Start-up Camp anzutreffen?

Es handelt sich um Innovatoren, die eine präsentable Idee - am besten mit Produktreife - vorzuweisen haben, für die ein ausreichend großer Markt existiert. Auf dem Camp wird dann ein Pitch Marathon durchgeführt. Im April 2017 pitchten 26 Start-ups jeweils fünf Minuten lang vor einer Jury ihre Ideen, trugen also deren Kern in komprimierter Form vor. Anhand solcher Pitches entscheiden sich Investoren, ob sie sich überhaupt näher für ein Start-up interessieren. Wiederum erfolgt der Vortrag größtenteils bis ausschließlich in fachlich qualifiziertem Englisch. Junge Talente erhalten auf dem Berliner Start-up Camp in nur zwei Tagen ein Grundgerüst, mit dem sie einen deutlichen Schritt vorankommen oder überhaupt ein Start-up gründen werden. Berlin bleibt sehr spannend.

 

Bild: Copyright: DMI T (Bestell-Nummer: 8533705)

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