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Hindu-Tempel Berlin Hasenheide

Götter über Berlin

290 Götter beobachten aus luftiger Höhe, genauer gesagt aus 17 Metern Höhe, das geschäftige Treiben am Rande des Volksparks Hasenheide im Berliner Bezirk Neukölln. Diese Statuen, die in alle Himmelsrichtungen deuten, zieren den Turm des indischen Hindutempels Sri Ganesha. Ein Tempel, dessen Entstehungs- und Baugeschichte gerne mit dem Berliner Flughafen BER verglichen wird. Zahllose Hindernisse und steigende Kosten pflasterten den Weg bis zur Fertigstellung des zweitgrößten hinduistischen Tempels Europas (der größte steht in London).


Inhaltsverzeichnis: Hindu-Tempel an der Hasenheide in Berlin | 📖 Lesedauer: 6 Minuten

▶︎ Der Bau des Hindu-Tempels Berlin hatte vielversprechend begonnen | ▶︎ Bereits 2007 sollte der Bau beginnen | ▶︎ 2012 war die Baugenehmigung abgelaufen | ▶︎ Verzögerung des Haupthallen-Baus


Der Bau des Hindu-Tempels Berlin: es hat alles so vielversprechend begonnen

Am 24. September 2005 wurde der Sri Ganesha Hindu Tempel e.V. Berlin gegründet. Denn es war von Anfang an klar, dass der Tempel für die rund 6000 in Berlin lebenden Hindus dem Gott mit dem Elefantenkopf gewidmet werden sollte. Das Bezirksamt Köln verpachtete dem Verein ein rund 4000 Quadratmeter großes Areal im Volkspark Hasenheide. Das Flurstück mit der Nummer 108 galt als gutes Omen. Denn eins plus acht ergibt neun. Und neun ist eine bedeutsame Zahl im Hinduismus. 108 Flüsse mäandern durch Indien, alle sind sie heilig. Und es gibt 18 Puranas, das sind Bücher, die über Götter geschrieben wurden. Die Neun ist daher eine Zahl mit großer Symbolkraft.


Bereits 2007 sollte der Bau des Hindu-Tempels beginnen

Erste Pläne für den Bau waren bereits vorhanden, und mit dem Spatenstich am 4. November 2007 sollte dann der Startschuss für den Bau fallen, eine Baugenehmigung fehlte allerdings noch. Als diese 2010 erteilt wurde, feierte man im September desselben Jahres eine zweite Grundsteinlegung. Ein Jahr später sollte der Tempel fertig sein. Ein ambitioniertes Ziel. Denn die Stolpersteine sollten sich in den nächsten Jahren zu einem regelrechten Holperweg auswachsen. So verzögerten sich die Bauarbeiten, weil Gelder fehlten. Zunächst waren für den hinduistischen Gottestempel 850 000 Euro veranschlagt worden. Bodenproben hatten allerdings ergeben, dass sich bis zu einer Tiefe von sechs Metern Bauschutt befand, Trümmerreste aus dem 2. Weltkrieg. Das machte das Bauvorhaben schwieriger und teurer, sodass man schließlich bei 1,5 Millionen Euro landete. Um das Geld zusammenzubekommen, benötigte man großzügige Spenden. Daher wurde bei diversen Veranstaltungen und indischen Festen kräftig die Werbetrommel gerührt. So gab es etwa weiße Betonziegelsteine, die in einer Zeremonie geweiht und symbolisch zum Verkauf angeboten wurden. Aber die erhoffte Summe bekam man einfach nicht zusammen. Schuld hatte unter anderem auch die Finanzkrise, danach saß das Geld nicht mehr so locker. Erst als eine Berliner Delegation nach Bangalore reiste und bei indischen Geschäftsleuten für den Gottestempel in Deutschland warb, rollten die Euros.

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2012 ein Lichtblick, doch die Baugenehmigung war bereits abgelaufen

2012 konnte endlich das Fundament errichtet werden und die Betonpfeiler für das Portal ragten schließlich in die Höhe. Dann das nächste Hindernis. Die Baugenehmigung aus dem Jahr 2010 verlor 2013 ihre Gültigkeit. Da man mit den strengen Regeln des deutschen Baurechts nicht vertraut war, wurde versäumt, rechtzeitig eine Verlängerung der Baugenehmigung zu beantragen. Damit wurde ein neuer Antrag fällig. Und das konnte dauern. Als die ersehnte Genehmigung auf dem Tisch lag, konnte der Baustopp wieder aufgehoben werden. Trotzdem ging es nicht so zügig voran, wie erhofft, weil immer wieder Ebbe in der Kasse herrschte.

Trotzdem blieb Tempelbauer Vilwanathan Krishnamurty vom Vorstand des Sri Ganesha Hindu Tempel Vereins zuversichtlich, dass die Götter irgendwann ein Einsehen haben würden. Er war es, der den Bau dieses Gebets- und Meditationstempels initiierte. Es ist sein Lebenswerk, und er behielt recht. Letztlich halfen wohl jene Gerechtigkeit, Energie und Klugheit, die dem elefantenköpfigen Gott Ganesha nachgesagt werden. Und da ihm dieser Hindu-Tempel gewidmet ist, musste das ganze Vorhaben einfach ein gutes Ende finden. So nahm also der Tempelturm langsam Form an. War er 2020 noch eingerüstet, leuchtete er Anfang 2021 in grau-blauen und goldgelben Farben durch das düstere Berliner Wintergrau. Der pyramidenförmige Turm bietet neben der Farbenpracht noch eine Besonderheit. Es sind ausschließlich Götter, die den Turm bevölkern. Anders als in Indien üblich, wo sich in der Regel auch Heilige und menschliche Figuren zwischen den Göttern tummeln. Für die kunstvollen Statuen kamen eigens Tempelkünstler aus Indien. Sie modellieren frei, ohne jegliche zeichnerischen Vorlagen. Fortan gibt der Turm den Weg für alle frei, die sich für den Hinduismus, den Tempel und die Götter interessieren, oder die dort heiraten und feiern wollen. Denn der Ganesha Hindu Tempel ist ein offenes Haus – wer durch das Tor schreitet muss nicht gläubig sein.

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Der Bau der Haupthalle verzögert sich dennoch

Der Ausbau des Hindutempels selbst, eine Halle von etwa 600 Quadratmetern, verzögert sich allerdings aus pandemischen Gründe – dieser hätte innerhalb von etwa vier Monaten fertig sein können. Da sich jedoch maximal fünf Arbeiter auf der Baustelle aufhalten dürfen, wird es länger dauern. Aber immerhin stehen bereits die Mauern der Tempelanlage und die fünf Schreine sind fertig. Das Dach soll auch bald geliefert werden. In die Mitte des Tempels wird Gott Ganesha platziert, flankiert von Gott Shiva, seinem Vater und Göttin Shakti, seiner Mutter. Sein Bruder Kartikeya und Onkel Vishnu leisten ihm ebenfalls Gesellschaft.

In der Vorstellung der Hindus ist ein Tempel übrigens weiblich. Wer aus diesem Tempel herauskommt, soll sich wie neugeboren fühlen. Frei von schlechten Gedanken und schlechten Energien. Gerne unterstützen wir Sie dabei positive Energien zu erzeugen, wenn Sie Unterstützung bei der Schulung Ihrer Mitarbeiter benötigen – hierfür bieten wir Ihnen Business Englischkurse an. Online und in Präsenz und wenn Sie wünschen, beiden Varianten in Kombination. Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie mehr Informationen über Business Englischunterricht wünschen – wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Foto: © Tomas Busse

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