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Besser Englisch schreiben: 8 Tipps für überzeugende Texte

Besseres Englisch zu schreiben ist keine Frage des Talents, sondern der richtigen Techniken. Von klarer Satzstruktur über aktive Verben bis zu überzeugenden Absätzen – lernen Sie die wichtigsten Strategien für bessere englische Texte mit interaktiven Übungen.

James Simmonds9. Februar 202625 min
Besser Englisch schreiben: 8 Tipps für überzeugende Texte

Themen

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Lerninhalt

Besser Englisch schreiben

Gutes Englisch zu schreiben bedeutet vor allem, klar und präzise zu kommunizieren. Deutsche Muttersprachler neigen dazu, zu lange Sätze zu bilden und zu viel Passiv zu verwenden. Diese Gewohnheiten übertragen sich oft unbewusst aus dem Deutschen ins Englische.

In dieser Lektion lernen Sie die fünf wichtigsten Techniken, die Ihr schriftliches Englisch sofort verbessern:

  • Kurze, klare Sätze statt verschachtelter Konstruktionen
  • Aktive Verben statt umständlichem Passiv
  • Topic Sentences für überzeugende Absätze
  • Transition Words für flüssige Textverbindungen
  • Vermeidung typischer Fehler deutscher Muttersprachler

Jede Technik wird mit praktischen Übungen trainiert, damit Sie das Gelernte sofort anwenden können. Ob Sie geschäftliche E-Mails, akademische Texte oder informelle Nachrichten schreiben – diese Strategien helfen in jeder Situation.

Inklusive interaktiver Übungen und Abschlusstest. Dauer: ca. 25 Minuten.

Wichtige Übergangswörter

0/5 gelernt

however

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moreover

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therefore

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nevertheless

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consequently

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Häufige Fragen

Wie lang sollte ein englischer Satz maximal sein?

Die ideale Satzlänge im Englischen liegt bei 15 bis 20 Wörtern. Sätze über 25 Wörter sollten Sie aufteilen. Natürlich können Sie gelegentlich einen längeren Satz einbauen – aber als Grundregel gilt: kürzer ist besser. Lesen Sie Ihren Text laut vor: Wenn Sie mitten im Satz Luft holen müssen, ist er wahrscheinlich zu lang.

Wann darf ich im Englischen das Passiv verwenden?

Das Passiv ist im Englischen angemessen, wenn der Handelnde unwichtig oder unbekannt ist ('The building was constructed in 1890'), in wissenschaftlichen Texten ('The samples were analysed'), oder wenn Sie den Fokus auf das Ergebnis legen möchten ('Three people were injured'). In der Geschäftskorrespondenz und im alltäglichen Schreiben sollten Sie jedoch die aktive Form bevorzugen.

Was ist der Unterschied zwischen 'however' und 'but'?

'However' und 'but' drücken beide einen Gegensatz aus, unterscheiden sich aber in der Verwendung. 'But' ist eine Konjunktion und verbindet zwei Satzteile: 'I wanted to go, but it rained.' 'However' ist ein Adverb und steht meist am Anfang eines neuen Satzes, gefolgt von einem Komma: 'I wanted to go. However, it rained.' In formellen Texten wird 'however' bevorzugt.

Wie vermeide ich typisch deutsche Schreibfehler im Englischen?

Die häufigsten Fehler vermeiden Sie, indem Sie auf diese Punkte achten: Halten Sie die Wortstellung Subjekt-Verb-Objekt ein, auch in Nebensätzen. Verwenden Sie weniger Kommas als im Deutschen – vor 'that' steht nie ein Komma. Lernen Sie die wichtigsten False Friends auswendig (become ≠ bekommen, gift ≠ Gift). Und denken Sie daran, dass 'information', 'advice' und 'feedback' unzählbar sind.

Soll ich in geschäftlichen E-Mails formell oder informell schreiben?

Das hängt von der Beziehung zum Empfänger ab. Bei ersten Kontakten, Kunden oder Vorgesetzten wählen Sie einen formelleren Ton ohne Kontraktionen und mit höflichen Formulierungen. Bei Kollegen, die Sie gut kennen, ist ein freundlicher, direkter Ton mit Kontraktionen völlig akzeptabel. Im Zweifelsfall beginnen Sie eher formell und passen sich dem Ton Ihres Gesprächspartners an.

Wie kann ich mein englisches Schreiben regelmäßig verbessern?

Die beste Methode ist regelmäßiges Schreiben und Lesen. Lesen Sie englische Zeitungen, Blogs oder Fachzeitschriften in Ihrem Berufsfeld. Schreiben Sie täglich kurze Texte auf Englisch – auch nur ein paar Sätze genügen. Nutzen Sie Tools wie Grammarly für Feedback. Und analysieren Sie Ihre eigenen Texte: Sind die Sätze kurz genug? Verwenden Sie zu viel Passiv? Gibt es unnötige Wörter? Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür für guten englischen Stil.

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Regel: Kurze Sätze statt Schachtelsätze

Regel

Im Englischen gilt: Ein Satz = ein Gedanke. Vermeiden Sie Schachtelsätze mit mehreren Nebensätzen. Teilen Sie lange Sätze in zwei oder drei kürzere auf. Die ideale Satzlänge liegt bei 15-20 Wörtern.

Beispiele

"The company, which was founded in 2010 and has since grown to employ over 500 people in three countries, announced that it would be restructuring its European operations, which had been underperforming for the past two years."

Zu lang und verschachtelt! Besser in mehrere Sätze aufteilen.

"The company was founded in 2010. It now employs over 500 people in three countries. Recently, it announced plans to restructure its underperforming European operations."

Klar und leicht verständlich. Jeder Satz enthält einen Hauptgedanken.

"We need to improve our writing skills."

Kurz, direkt und auf den Punkt – genau so soll englisches Schreiben sein.

Tipps

  • Lesen Sie Ihren Text laut vor. Wenn Sie Luft holen müssen, ist der Satz zu lang.
  • Ersetzen Sie Relativsätze durch eigenständige Sätze.
  • Streichen Sie unnötige Wörter: 'in order to' → 'to', 'at this point in time' → 'now'.

Tipp

Profi-Tipp: Verwenden Sie die Hemingway-Methode: Schreiben Sie Ihren ersten Entwurf frei, dann kürzen Sie jeden Satz auf das Wesentliche. Fragen Sie sich bei jedem Wort: Brauche ich das wirklich? Wenn nicht – streichen Sie es.

Übung 1: Kürzer formulieren

1/40

Instead of 'at this point in time', write: ______

Ein einzelnes kurzes Wort genügt.

Übung 2: Richtig oder Falsch?

1/30

Im Englischen sind lange, komplexe Sätze ein Zeichen von gutem Stil.

Aktiv statt Passiv

Aktiv statt Passiv: Lebendiger schreiben

Deutsche Texte verwenden sehr häufig das Passiv – besonders in der Geschäftskorrespondenz und in akademischen Texten. Im Englischen wirkt zu viel Passiv jedoch schwach, unpersönlich und schwer lesbar.

Der Unterschied ist einfach:

  • Passiv: The report was written by the team. (Der Bericht wurde vom Team geschrieben.)
  • Aktiv: The team wrote the report. (Das Team schrieb den Bericht.)

Die aktive Form ist kürzer, direkter und dynamischer. Sie macht sofort klar, wer etwas tut. Natürlich gibt es Situationen, in denen das Passiv angemessen ist – zum Beispiel in wissenschaftlichen Texten oder wenn der Handelnde unwichtig ist. Aber als Grundregel gilt: Bevorzugen Sie die aktive Form.

Übung 3: Aktiv oder Passiv?

1/30

Welche Version ist besser im geschäftlichen Englisch?

Absatzstruktur: Topic Sentence

Der perfekte Absatz: Topic Sentence + Details

Ein häufiger Fehler deutscher Schreiber ist, dass sie den Hauptgedanken am Ende eines Absatzes platzieren. Im Englischen funktioniert es genau umgekehrt: Der wichtigste Satz kommt zuerst.

Die englische Absatzstruktur folgt einem klaren Muster:

  1. Topic Sentence – Der erste Satz nennt die Hauptaussage des Absatzes.
  2. Supporting Details – Die folgenden Sätze liefern Belege, Beispiele oder Erklärungen.
  3. Concluding Sentence (optional) – Ein abschließender Satz fasst zusammen oder leitet zum nächsten Absatz über.

Stellen Sie sich die Struktur wie eine umgekehrte Pyramide vor: Das Wichtigste steht oben, die Details folgen darunter. So kann der Leser schnell erfassen, worum es geht.

Zuordnung: Absatzteile erkennen

0 / 6 Paare

Klicken Sie auf ein Wort links und dann auf die passende Übersetzung rechts.

Übergangswörter und Konnektoren

Transition Words: Ihre Texte flüssig verbinden

Übergangswörter (transition words) sind das Geheimnis flüssiger englischer Texte. Sie zeigen dem Leser, wie Gedanken zusammenhängen – ob Sie ergänzen, widersprechen, erklären oder zusammenfassen.

Ohne Übergangswörter liest sich ein Text wie eine Aufzählung einzelner Fakten. Mit den richtigen Verbindungswörtern wird daraus ein zusammenhängender, überzeugender Text.

Die wichtigsten Kategorien:

  • Ergänzung: moreover, furthermore, in addition, also
  • Gegensatz: however, nevertheless, on the other hand, although
  • Ursache/Wirkung: therefore, consequently, as a result, because
  • Beispiel: for example, for instance, such as, specifically
  • Zusammenfassung: in conclusion, to sum up, overall, in short
  • Reihenfolge: firstly, secondly, finally, meanwhile

Spiel: Übergangswörter entziffern

Wort 1 / 6Contrast
Klicke auf die Buchstaben

Übung 4: Übergangswörter einsetzen

1/30

The project was over budget. ______, the client was satisfied with the results.

Gegensatz: trotzdem, nichtsdestotrotz

Typische Fehler deutscher Muttersprachler

Typische Schreibfehler deutscher Englischlerner

Bestimmte Fehler kommen bei deutschen Muttersprachlern immer wieder vor. Sie entstehen durch direkte Übertragung deutscher Strukturen ins Englische. Wenn Sie diese Fehler kennen, können Sie sie gezielt vermeiden.

1. Falsche Wortstellung: Im Deutschen steht das Verb oft am Ende des Nebensatzes. Im Englischen bleibt die Wortstellung Subjekt-Verb-Objekt (SVO) fast immer gleich.

2. False Friends: Wörter wie 'become' (werden, nicht 'bekommen'), 'gift' (Geschenk, nicht 'Gift'), 'actual' (tatsächlich, nicht 'aktuell') führen zu Missverständnissen.

3. Überflüssige Kommas: Deutsche verwenden deutlich mehr Kommas als im Englischen üblich. Vor 'that' steht im Englischen nie ein Komma.

4. Fehlende Artikel: 'Information', 'advice', 'feedback' sind im Englischen unzählbar – sie brauchen keinen Artikel 'a/an' und keine Pluralform.

Achtung

Vorsicht – False Friends! Diese Wörter sehen deutsch aus, bedeuten aber etwas völlig anderes: become ≠ bekommen (= get), gift ≠ Gift (= poison), actual ≠ aktuell (= current), brave ≠ brav (= well-behaved), eventually ≠ eventuell (= possibly). Lernen Sie diese Paare auswendig!

Satzbau: Korrekte englische Wortstellung

0:00
Satz 1 / 40 richtig

Übersetzung: Der Bericht erklärt das Problem klar.

Klicken Sie auf die Wörter unten, um den Satz zu bilden

Übersetzung: Besser formulieren

Satz 1 / 30 richtig

Deutsch

Es wurde beschlossen, das Meeting zu verschieben.

Vermeiden Sie Passiv! Wer hat beschlossen?

Formell vs. Informell

Formell vs. Informell: Den richtigen Ton treffen

Im Englischen gibt es weniger Abstufungen als im Deutschen zwischen formell und informell. Trotzdem ist es wichtig, den richtigen Ton für die jeweilige Situation zu wählen.

Formeller Stil (Geschäftsberichte, akademische Texte):

  • Keine Kontraktionen: 'do not' statt 'don't'
  • Keine umgangssprachlichen Ausdrücke
  • Vollständige Sätze, keine Fragmente
  • Unpersönlicher Ton wo angemessen

Informeller Stil (E-Mails an Kollegen, Blogposts):

  • Kontraktionen erlaubt: 'don't', 'won't', 'I've'
  • Direkte Ansprache des Lesers
  • Kürzere Sätze, lockererer Ton
  • Phrasal Verbs statt formeller Verben: 'find out' statt 'discover'

Abschlussquiz: Testen Sie Ihr Wissen

Frage 1 / 6

Welche Version ist im geschäftlichen Englisch besser?

Weitere Lektionen

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